Bali mit Kleinkind

Ihr Lieben,

es ist eine Weile her, aber nun komme ich endlich mal dazu, unseren diesjährigen Sommerurlaub, der ziemlich genau zwei Monate zurückliegt, niederzuschreiben.

Bali mit Kleinkind

Wir wollten eine Fernreise machen und sind sehr schnell auf Bali als unser Wunschreiseziel gekommen. Warum? Zunächst mal aufgrund der vielen tollen Erzählungen von Familie und Freunden, die bereits auf Bali waren und aus dem Schwärmen gar nicht herauskamen. Und zum anderen haben wir nach einem Fernreiseziel gesucht, das unkompliziert mit einem Kleinkind zu bereisen ist. Zahlreiche Blogs, die ich im Vorfeld gelesen hatte, schrieben von den kinderfreundlichen Menschen auf Bali und dass man als Familie überall mehr als willkommen ist. Zudem hat Bali eine gute Infrastruktur und ist malariafrei – auch Punkte, die wir nicht ganz unwichtig fanden.

Ich hatte vorab ein paar Stationen herausgesucht, die wir in den drei Wochen bereisen wollten. Wir haben uns bewusst für einige wenige Stopps entschieden, damit wir nicht immer nur ein- und auspacken, wenn Hannes sich womöglich gerade am jeweiligen Ort akklimatisiert hat. Alles entspannt und etwas langsamer, als wir es als Alleinreisende gewohnt waren. 😉 Zu unserer Route später mehr. Zunächst stand der erste Langstreckenflug mit Kleinkind an.

Langstreckenflug mit Kleinkind

Wir haben für unseren Kleinen keinen eigenen Platz gebucht und uns im Vorfeld einfach auf das Schlimmste eingestellt, in der Hoffnung, dass es dann nur besser werden kann. War keine so schlechte Idee, denn es war tatsächlich alles halb so wild. Er hat die meiste Zeit ganz gut geschlafen – wir dafür weniger – und die restliche Zeit durfte er iPad gucken, Spiele spielen, Bordprogramm gucken – alles, was er wollte. Damit gingen die Flüge dann ganz gut rum (Frankfurt-Dubai, 6 Std. – Dubai-Denpasar, 9 Std.).

Ein paar Tipps in Sachen Langstreckenflug mit Kleinkind:

  • Sind die Kinder noch sehr klein, kann man im Vorfeld diese Babywannen buchen (super); Hannes war leider etwas zu groß für die Teile (nicht so super). So blieb uns nichts anderes übrig, als neidisch zu den Nachbarn zu schauen, die völlig relaxt ihr Kind ablegten u. dann selbst schliefen oder sich dem Bordprogramm widmeten. *schnief*
  • Die ersten Reihen (wo eben diese Babywannen vorne eingehängt werden können) sind in Bezug auf Beinfreiheit natürlich toll. Gar nicht toll sind sie allerdings, wenn man überlegt, wie man das Kind zum schlafen am besten über beide Sitze legen könnte – man kann die Armlehnen nämlich nicht hochklappen. Die sind fest, weil darin das Tablett verstaut ist, dass die anderen sonst an der Rückenlehne des Vordersitzes haben. Wenn Ihr also schon wisst, dass Euer Kind vermutlich auch zu groß für die Babywanne ist – bucht lieber eine andere Reihe. Wir hatten keinen wirklichen Vorteil.
  • Essen: Wir haben vorab eines der Spezial-Menüs gebucht (vegetarisch, laktosefrei…). Die bekommt man nämlich dann vor allen anderen serviert. Dann kann der eine erstmal in Ruhe essen, während sich der andere um das Kind kümmert. Haben wir sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug gemacht und hat sich echt bewährt.

Im Vorfeld hatte ich ein bißchen recherchiert, was denn gut fürs Handgepäck wäre an Spielsachen fürs Kind. Wir hatten ein Magnetspielbuch (Amazon Partnerlink) dabei (die meisten Magnete haben es auch wieder mit zurück nach Hause geschafft, yeah), dann ein Aqua Doodle Malbuch  (dito), ein normales Bilderbuch und natürlich das Lieblingskuscheltier. Von der Fluggesellschaft gab es dann meist auch noch Malsachen. Das hat absolut gereicht. Die meiste Zeit hat er eh Sendung mit der Maus geguckt auf dem iPad. Wir hatten einige Folgen vorher heruntergeladen – sehr empfehlenswert. Hat uns auch den gesamten Urlaub über immer mal wieder den Abend gerettet, wenn der Kleine mäkelig wurde, wir aber noch unser Essen in Ruhe zu Ende essen wollten. 😉

Babyequipment für Bali

Wir haben außer unserem Reisebuggy, der Trage (Bondolino) und einem aufblasbaren Aufschnallsitz (bestes Teil!) nichts weiter an Equipment mitgenommen. Ich bin seit Bali großer Fan von Babyequipment-Mietservices. Wir hatten über Bali Baby Hire ein Reisebett gebucht, das kostenfrei direkt zur Unterkunft gebracht und am Ende auch wieder abgeholt wurde. Alles sehr unkompliziert. Da muss man wirklich kein eigenes Reisebett mit rumschleppen (auch wenn es da ja ganz tolle, schicke u. leichte gibt wie das von Baby Björn ;)). Über einen weiteren Service – www.balibubs.com – hatte ich im Vorfeld den Airport-Transfer gebucht. Nach einer so langen Anreise wollte ich nicht mit Sack und Pack und Kind und Buggy durch die Ankunftshalle laufen, um nach einem Taxi Ausschau zu halten, das dann mit Sicherheit keinen Kindersitz im Auto hat. Unser Fahrer stand bei unserer Ankunft bereit und war sehr sehr hilfsbereit und freundlich und hat uns sicher zu unserem ersten Reiseort gebracht. Für die restlichen Fahrten auf der Insel haben wir keinen Kindersitz mehr gehabt. Wir haben immer Fahrer gebucht, die uns von den Unterkünften empfohlen wurden u. haben Hannes dann im Auto auf den Schoß genommen. Da wir meist eh nicht schneller als 60 kmh gefahren sind, ging das. Und die Strecken waren auch nie sehr lang.