Madrid, te amo!

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – und da ich schon zwei Jahre nicht mehr in meiner Lieblingsstadt Madrid war, wurde es mal wieder Zeit. Die Airline LATAM hat oftmals günstige Flüge von Frankfurt nach Madrid (um die 100 EUR) und so war das verlängerte Wochenende um den 3. Oktober der perfekte Zeitpunkt dafür. Madrid ist wirklich immer einen Kurztrip wert. Und ich finde es herrlich, mich einfach treiben lassen zu können. Da ich bereits einige Male in Madrid war und somit viele der Haupt-Sehenswürdigkeiten und Museen bereits kenne, habe ich auch nie das Gefühl, irgendwas zu verpassen. Das ist sehr angenehm! Diesmal waren wir mit Freunden unterwegs und es war alles sehr schön entspannt. Und ich habe die Stadt auch nochmal ganz neu entdeckt mit Kleinkind. Ist eben doch was anderes, wenn man sich überlegt, wo denn wohl der nächste Spielplatz ist, damit der Kleine auch auf seine Kosten kommt.

Wir hatten ein Appartement über Airbnb gebucht, mitten im Ausgehviertel Malasaña. Und dort sind wir dann an den vier Tagen auch viel essen gewesen. Daher untenstehend ein paar Tipps für Malasaña. Übrigens alles gut machbar auch mit Kind. Gerade um den Plaza del Dos de Mayo gibt es viele Spielplätze.

La bicicleta café
(Plaza de San Ildefonso 9)
Hier haben wir sehr sehr lecker gefrühstückt. Es gibt ein Menü oder man bestellt á la carte. Das Brot mit den unterschiedlichen Aufstrichen (Avocado u. Frischkäse sind der Hit) ist superlecker. Zudem gibt es auch kleine Stühle, auf denen Kinder gut sitzen können.

Toma Café
(La Palma 49)
Auch sehr schön zum frühstücken, allerdings etwas beengter. Wir hatten zu sechst einen Tisch direkt in der Mitte des Cafés und es war manchmal etwas beschwerlich, zu essen. Aber für den Kleinen war der niedrige Tisch natürlich wieder super. Eher was für das schnelle Frühstück, da es in dem kleinen Laden auch sehr schnell voll und trubelig werden kann.

HANSOCAFÉ
(Calle del Pez 20)
Super leckere Pan tostados, z.B. in der Kombi mit Avocado und Ei. Mmmh, da bekomm ich jetzt schon wieder Hunger. Dazu ein hervorragender Kaffee, wie mir meine Mitreisenden berichteten (ich trinke ja keinen Kaffee). Ein weiteres, hippes Plätzchen zum Frühstücken. Wir sind in den Tagen in Madrid fast jeden Tag dort vorbeigegangen und es war jedes Mal sehr gut besucht.

Und sonst so in Madrid mit Kleinkind?

Das Fahren mit der Metro ist nicht immer ganz so easy. Viele Stationen sind nicht barrierefrei. Unseren Buggy mussten wir daher das ein oder andere Mal zusammenklappen und den Kleinen dann auf der Rolltreppe tragen. Wir sind daher die meiste Zeit zu Fuß gegangen und das geht in Madrid sehr gut. So enorm sind die Entfernungen nicht.

Der Parque de El Retiro ist super mit Kindern. Hier gibt es so viel Platz zum Laufen, Spielplätze, man kann Boot fahren, Eis essen. Absolute Empfehlung und wahrscheinlich sowieso bei jedem, der einen Madrid-Trip plant, ganz oben auf der Liste.

Fazit: Städtetrips mit Kindern? Auf jeden Fall! Wir haben alles gemacht, was wir auch ohne Kind gemacht hätten. Man muss nur schauen, dass man eben entsprechende Spielepausen einlegt oder Spielplätze ansteuert, wo sich die Kleinen austoben können. Einzig beim Abendessen haben wir es nicht so gehalten wie die Spanier, die ja vor 21 Uhr gar nicht essen. Das wäre dann doch etwas zu lang gewesen für unseren Kleinen. 😉 Aber selbst der Absacker zu später Stunde war noch drin – mit selig im Buggy schlafenden Kleinkind. 🙂

Bis bald
Eure Silvi

Bali mit Kleinkind (Teil 4)

Unsere letzten Tage auf Bali: Sanur

Nach herrlich entspannten Tagen auf Gili Meno sind wir von Lombok zurück nach Bali geflogen.

Touri-Foto galore 😉

Nach dem kürzesten Flug meines Lebens (32 Minuten) kamen wir entspannt wieder auf Bali an, wo wir für uns für die letzten drei Tage ein wenig Luxus gönnten im Segara Village Hotel in Sanur. Vor der anstrengenden Rückreise wollten wir es uns nochmal so richtig gut gehen lassen. Und es war so herrlich, dass wir am liebsten noch ein paar Tage länger geblieben wären. 😉

Das Hotel ist absolut empfehlenswert. Tolle Zimmer, tolles Personal, toller Service und ein super Angebot, vor allem für Kinder: Ein großer Spielbereich mit allerlei Spielsachen, Spielhäusern, ein Pool mit flacheren Abschnitten, wo die Kleinen super spielen können. Und natürlich direkte Strandnähe für Buddelspaß ohne Ende. Das Babyzustellbett auf dem Zimmer muss man bei solch einem Hotel wohl nicht extra erwähnen. 😉 Das Essen war zudem fantastisch – am Morgen gab es Pancakes in allen Variationen und viel frisches Obst und im Prinzip alles, was das Herz sonst noch so begehrt. Absolute Empfehlung!

Unsere Highlights in Sanur

Rückreise via Dubai nach Frankfurt

Bei der Rückreise hatten wir sechs Stunden Aufenthalt in Dubai – und das mitten in der Nacht. Dazu ein Kleinkind, das nicht wirklich schlafen wollte, ich dafür aber sehr wohl. Da war es gut, dass der KSC spielte und der Papa den Kleinen mitnahm auf seine Suche nach einem Fernseher, auf dem das Spiel evtl. laufen könnte. Die sechs Stunden zogen sich jedenfalls wie Kaugummi – aber wahrscheinlich auch deshalb, weil es eben die Rückreise und der Urlaub ja quasi vorbei war. 😉

Fazit: Bali-Urlaub mit Kleinkind? Jederzeit wieder!

Als Fernreiseziel ist Bali für Familien wirklich empfehlenswert. Genügend Gründe habt Ihr an der ein oder anderen Stelle hier ja vielleicht gelesen. Natürlich ist so ein Langstreckenflug nicht unbedingt ein entspanntes Reisen, wenn man keinen eigenen Platz für sein Kind hat und das Kind schon zu groß für die Babywannen ist. Aus diesem Grund würde ich – wenn man denn die Freiheit hat – den Termin für so eine Reise so legen, dass das Kind eben noch etwas kleiner ist oder man beißt in den sauren Apfel und kauft ein Ticket fürs Kind. Wenn man früh genug dran ist und die Flugpreise noch moderat sind, mag das eine Alternative sein. Generell ein Wort zu den Kosten: Vor Ort in Bali ist das meiste sehr sehr günstig. Man kann sehr gut essen für umgerechnet einige wenige Euro und selbst die Fahrten, Speedboats u. Schnorcheltouren sind günstig. Unterkünfte hatten wir alle vorgebucht – mit Kleinkind in der Hochsaison auf Bali wollte ich da kein Risiko eingehen. Unsere Unterkünfte waren Homestays und Hotels im mittleren Preissegment (bis auf das Segara Village). Geflogen sind wir mit Emirates via Dubai (gebucht direkt online bei Emirates). Wir waren mit einen knappen halben Jahr schon zu spät dran mit der Buchung. Wenn man weiß, in welchem Zeitraum man fliegen kann/will, würde ich asap buchen, am besten 9-12 Monate vorher. Um die Flugpreise im Blick zu halten, benutzen wir i.d.R. die Skyscanner-App und setzen einen Alert auf die jeweilige Flugstrecke.

So, das war jetzt umfangreicher, als gedacht. 🙂 Aber es war schön, das alles nochmal herunterzuschreiben und die drei Wochen nochmal nachzuempfinden. Es war ein wunderbarer Urlaub!

Bis bald
Eure Silvi

Bali mit Kleinkind (Teil 3)

Von Ubud ins Fischerdorf Amed

Um von Ubud nach Amed zu kommen, hatten wir online einen Fahrer gebucht. Unser Fahrer Ketut war ausgesprochen nett und hat uns vieles Wissenswertes zur Balinesischen Kultur, zum Essen und zu Land und Leuten erzählt. Auf dem Weg haben wir den Fledermaustempel Pura Goa Lawah besucht und den Wasserpalast Tirtagangga, letzterer ein sehr lohnenswerter Stop. Mit den Tempeln ist es ja immer so eine Sache – wir haben da ja eher das Prinzip „Kennste einen, kennste alle“ und beschränken uns auf ein oder zwei, die wir tatsächlich anschauen (ähnlich wie die unzähligen Buddha-Statuen in Thailand, da reichen mir auch einige wenige).

In Amed hatten wir eine tolle Unterkunft: Das Amed Beach Resort. Wir hatten ein super Zimmer im Erdgeschoss mit Blick auf den Pool und das Meer. Zudem hatten wir das Glück, dass mit uns einige Familien mit kleinen Kindern dort waren. Wir lernten zwei sehr nette Familien aus Berlin und Belgien kennen, mit denen wir dann auch einen Schnorchelausflug gemacht haben. Sehr praktisch, weil wir uns in der Kinderbetreuung abwechseln konnten und Marc und ich auch mal zu zweit Schnorcheln gehen konnten. War super! Amed hat uns generell echt gut gefallen. Eine total relaxte Atmosphäre und touristenmäßig nicht überlaufen.

Unsere Top-Aktivitäten in Amed

  • Schnorcheln gehen (geht fast überall direkt vom Strand aus, sehr praktisch)
  • Indonesisch essen in einem der zahlreichen Warungs des Ortes (z.B. Warung Ole)
  • Ausflug zum Wasserpalast nach Tirtagangga (wenn man den auf dem Weg nach Amed nicht schon mitgenommen hat)
  • Spaziergänge am Strand entlang (abends Taschenlampe mitnehmen!)

 

Von Amed mit dem Speed Boat auf die Gilis

Wir haben uns entschieden, noch ein paar Tage auf den Gilis, genauer gesagt auf Gili Meno zu verbringen. Mittlerweile gehen auch von Amed Schnellboote dorthin, allerdings fahren die meisten nicht direkt nach Gili Meno, sondern man muss in Gili Trawangan umsteigen. Diese Überfahrt und auch das Umsteigen waren für mich echt furchtbar und anstrengend. Ich hatte im Vorfeld schon viel Negatives über die Speed Boat Überfahrten gelesen, aber gehofft, dass es so schlimm schon nicht werden möge. Leider war es so. Nachdem wir in Amed abgelegt hatten, fiel direkt der Motor aus, der dann zum Glück schnell wieder repariert werden konnte. Und dann ging die wilde Fahrt los. Hannes musste sich direkt nach 10 Minuten übergeben, die Frau vor mir hat es gerade noch nach hinten an die Reling geschafft. Ich war ganz stolz, dass ich durchgehalten habe, aber ich war fix und fertig. Der Umstieg auf Gili Trawangan war dann soweit ok und wir sind nochmal mit einem anderen Speed Boat drei Minuten (!) nach Gili Meno gefahren. Ich war echt froh, als wir da ankamen. Die sensationellen Strände, das türkisblaue Meer und die Tatasache, dass ich für die Rück“fahrt“ Flüge ab Lombok gebucht hatte, sodass ich nicht nochmal in diese Speed Boats musste, trösteten dann ganz schnell über diesen Ritt hinweg. 😉

Gili Meno ist eine traumhafte kleine Insel, allerdings hatten wir sie uns sogar noch etwas „ruhiger“ vorgestellt. In den letzten zwei drei Jahren sind die neuen Unterkünfte wie Pilze aus dem Boden geschossen. Es geht zwar immer noch sehr viel ruhiger zu, als auf den Nachbarinseln, aber man kann sich vorstellen, wie es in einigen Jahren sein wird, wenn die Entwicklung so weiter geht. Trotzdem geht es auf Meno alles sehr gemächlich ab. Es gibt keine Autos, nur einige Pferdekutschen, die Straßen sind abends nicht mehr beleuchtet (Handy-Taschenlampe olé) und in den Tagen, in denen wir da waren, fiel einige Male der Strom auf der kompletten Insel aus. So kamen wir immerhin in den Genuss, den schönsten Sternenhimmel seit langem gesehen zu haben. Wenn um einen herum alles im Dunkeln liegt, hat das schon was. 🙂

Auf Meno haben wir dann einfach nur relaxt, gut gegessen, geschnorchelt (mit Meeresschildkröten!) und sind mit dem Fahrrad über die Insel gefahren.

Unsere Highlights auf Gili Meno

  • Schnorcheln mit Meeresschildkröten
  • Sehr lecker essen bei Pojok No Five Star (vorab reservieren – der sehr nette Besitzer kauft je nach vorbestelltem Gericht die Sachen am Tag selbst erst frisch ein!)
  • Mit dem Rad die Insel erkunden
  • Den Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel genießen mit Blick auf das trubelige Gili Trawangan

Bali mit Kleinkind (Teil 2)

Vom Surf- und Hipster-Hotspot Canggu nach Ubud

Eine Bekannte, die derzeit auf Bali lebt und arbeitet, hat uns Canggu als ersten Stop empfohlen und wir sind ihr sehr dankbar, denn Canggu war für uns der optimale Ort, um uns zu akklimatisieren. So ein herrlich entspanntes Fleckchen Erde, abseits der trubeligen und lauten Orte im Süden Balis. Wir hatten eine schöne Unterkunft: Das Ecosfera Hotel. Von hieraus sind es nur wenige Gehminuten zum Strand mit einigen relaxten Bars und Warungs und Sitzsäcken am Strand. Hier kann man es wirklich aushalten und den Surfern beim Wellenreiten zuschauen. Hannes hat direkt Bekanntschaft geschlossen mit ein paar einheimischen Kindern und durfte die Sandsachen mitbenutzen. <3

Unsere Top-Aktivitäten in Canggu

  • Sich eine Kokosnuss am Strand bestellen und in einem Sitzsack sitzend den Surfern beim Wellenreiten zuschauen
  • Für kleines Geld ein Bodyboard ausleihen und sich selbst in die Wellen stürzen
  • Barbecue mit frischem Fisch am Echo Beach (z.B. im Echo Beach Club oder den diversen benachbarten Restaurants)
  • Relax relax relax 🙂

Nach Canggu ging es für uns mit einem kurzen Abstecher zum Tempel Tanah Lot (war uns viel zu touristisch u. zu voll, aber hey, ein paar Tempel wollten wir ja auch sehen) weiter nach Ubud, dem kulturellen und spirituellen Zentrum Balis. Hier hatten wir ein Homestay gebucht und der Aufenthalt bei Akar und seiner Familie im Bale Bali Inn war toll. Ein Kleinod etwas außerhalb der trubeligen Innenstadt, aber trotzem fußläufig noch gut erreichbar. Wir haben uns dort sehr sehr wohl gefühlt. Hannes konnte mit den Enkelkindern des Gastgebers spielen, mit den Hunden herumtollen und im Pool planschen – es war herrlich.

Akar hat uns viele Tipps gegeben, was wir in Ubud unternehmen können. Direkt an unserem ersten Abend waren wir bei einem traditionellen balinesischen Tanz, einem sogenannten Ketchak-Tanz. Sehr beeindruckend und ein lohnenswertes Spektakel. Und Hannes ist sogar bis zum Ende wach geblieben – kein Wunder, da ging ja auch einiges. 😀

Kulinarisch ist Ubud ein Paradies. Wir haben so abwechslungsreich und lecker gegessen und auch für Hannes war immer etwas dabei. Sein Favorit: Tempeh (fermentierte Sojabohnen). Ein schöner Spaziergang durch die weitläufigen Reisfelder ist in Ubud auch eine schöne Unternehmung. Das war dann auch eines der wenigen Male, dass unsere Trage in Einsatz war. Also immerhin nicht ganz umsonst mitgenommen. 😉 Ein weiteres Highlight in Ubud war eine Down-Hill-Tour, die wir über Bali Eco Cycling gebucht hatten. War ein großer Spaß und hat uns tolle Einblicke in die balinesische Kultur und das traditionelle Leben abseits der Touristenzentrum ermöglicht.

Unsere Top-Aktivitäten in Ubud

  • einen traditionellen balinesischen Tanz anschauen
  • ein Besuch in einem Spa (wir waren u.a. im Kayma Spa, tolle Massage mit Blick auf die benachbarten Reisfelder)
  • eine Fahrradtour durch die Reisfelder und Dörfer am Fuße des Mount Batur
  • ein gemütlicher Spaziergang durch die Reisfelder
  • Essen gehen in der Jl. Gootama (z.B. Melting Wok, Warung biah biah und toro sushi)
  • Toll zum Frühstücken und mit Kinderspielecke (!): Das Bali Buda Café in der Jl. Jembawan