Bali mit Kleinkind (Teil 3)

Von Ubud ins Fischerdorf Amed

Um von Ubud nach Amed zu kommen, hatten wir online einen Fahrer gebucht. Unser Fahrer Ketut war ausgesprochen nett und hat uns vieles Wissenswertes zur Balinesischen Kultur, zum Essen und zu Land und Leuten erzählt. Auf dem Weg haben wir den Fledermaustempel Pura Goa Lawah besucht und den Wasserpalast Tirtagangga, letzterer ein sehr lohnenswerter Stop. Mit den Tempeln ist es ja immer so eine Sache – wir haben da ja eher das Prinzip „Kennste einen, kennste alle“ und beschränken uns auf ein oder zwei, die wir tatsächlich anschauen (ähnlich wie die unzähligen Buddha-Statuen in Thailand, da reichen mir auch einige wenige).

In Amed hatten wir eine tolle Unterkunft: Das Amed Beach Resort. Wir hatten ein super Zimmer im Erdgeschoss mit Blick auf den Pool und das Meer. Zudem hatten wir das Glück, dass mit uns einige Familien mit kleinen Kindern dort waren. Wir lernten zwei sehr nette Familien aus Berlin und Belgien kennen, mit denen wir dann auch einen Schnorchelausflug gemacht haben. Sehr praktisch, weil wir uns in der Kinderbetreuung abwechseln konnten und Marc und ich auch mal zu zweit Schnorcheln gehen konnten. War super! Amed hat uns generell echt gut gefallen. Eine total relaxte Atmosphäre und touristenmäßig nicht überlaufen.

Unsere Top-Aktivitäten in Amed

  • Schnorcheln gehen (geht fast überall direkt vom Strand aus, sehr praktisch)
  • Indonesisch essen in einem der zahlreichen Warungs des Ortes (z.B. Warung Ole)
  • Ausflug zum Wasserpalast nach Tirtagangga (wenn man den auf dem Weg nach Amed nicht schon mitgenommen hat)
  • Spaziergänge am Strand entlang (abends Taschenlampe mitnehmen!)

 

Von Amed mit dem Speed Boat auf die Gilis

Wir haben uns entschieden, noch ein paar Tage auf den Gilis, genauer gesagt auf Gili Meno zu verbringen. Mittlerweile gehen auch von Amed Schnellboote dorthin, allerdings fahren die meisten nicht direkt nach Gili Meno, sondern man muss in Gili Trawangan umsteigen. Diese Überfahrt und auch das Umsteigen waren für mich echt furchtbar und anstrengend. Ich hatte im Vorfeld schon viel Negatives über die Speed Boat Überfahrten gelesen, aber gehofft, dass es so schlimm schon nicht werden möge. Leider war es so. Nachdem wir in Amed abgelegt hatten, fiel direkt der Motor aus, der dann zum Glück schnell wieder repariert werden konnte. Und dann ging die wilde Fahrt los. Hannes musste sich direkt nach 10 Minuten übergeben, die Frau vor mir hat es gerade noch nach hinten an die Reling geschafft. Ich war ganz stolz, dass ich durchgehalten habe, aber ich war fix und fertig. Der Umstieg auf Gili Trawangan war dann soweit ok und wir sind nochmal mit einem anderen Speed Boat drei Minuten (!) nach Gili Meno gefahren. Ich war echt froh, als wir da ankamen. Die sensationellen Strände, das türkisblaue Meer und die Tatasache, dass ich für die Rück“fahrt“ Flüge ab Lombok gebucht hatte, sodass ich nicht nochmal in diese Speed Boats musste, trösteten dann ganz schnell über diesen Ritt hinweg. 😉

Gili Meno ist eine traumhafte kleine Insel, allerdings hatten wir sie uns sogar noch etwas „ruhiger“ vorgestellt. In den letzten zwei drei Jahren sind die neuen Unterkünfte wie Pilze aus dem Boden geschossen. Es geht zwar immer noch sehr viel ruhiger zu, als auf den Nachbarinseln, aber man kann sich vorstellen, wie es in einigen Jahren sein wird, wenn die Entwicklung so weiter geht. Trotzdem geht es auf Meno alles sehr gemächlich ab. Es gibt keine Autos, nur einige Pferdekutschen, die Straßen sind abends nicht mehr beleuchtet (Handy-Taschenlampe olé) und in den Tagen, in denen wir da waren, fiel einige Male der Strom auf der kompletten Insel aus. So kamen wir immerhin in den Genuss, den schönsten Sternenhimmel seit langem gesehen zu haben. Wenn um einen herum alles im Dunkeln liegt, hat das schon was. 🙂

Auf Meno haben wir dann einfach nur relaxt, gut gegessen, geschnorchelt (mit Meeresschildkröten!) und sind mit dem Fahrrad über die Insel gefahren.

Unsere Highlights auf Gili Meno

  • Schnorcheln mit Meeresschildkröten
  • Sehr lecker essen bei Pojok No Five Star (vorab reservieren – der sehr nette Besitzer kauft je nach vorbestelltem Gericht die Sachen am Tag selbst erst frisch ein!)
  • Mit dem Rad die Insel erkunden
  • Den Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel genießen mit Blick auf das trubelige Gili Trawangan

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