Madrid, te amo!

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – und da ich schon zwei Jahre nicht mehr in meiner Lieblingsstadt Madrid war, wurde es mal wieder Zeit. Die Airline LATAM hat oftmals günstige Flüge von Frankfurt nach Madrid (um die 100 EUR) und so war das verlängerte Wochenende um den 3. Oktober der perfekte Zeitpunkt dafür. Madrid ist wirklich immer einen Kurztrip wert. Und ich finde es herrlich, mich einfach treiben lassen zu können. Da ich bereits einige Male in Madrid war und somit viele der Haupt-Sehenswürdigkeiten und Museen bereits kenne, habe ich auch nie das Gefühl, irgendwas zu verpassen. Das ist sehr angenehm! Diesmal waren wir mit Freunden unterwegs und es war alles sehr schön entspannt. Und ich habe die Stadt auch nochmal ganz neu entdeckt mit Kleinkind. Ist eben doch was anderes, wenn man sich überlegt, wo denn wohl der nächste Spielplatz ist, damit der Kleine auch auf seine Kosten kommt.

Wir hatten ein Appartement über Airbnb gebucht, mitten im Ausgehviertel Malasaña. Und dort sind wir dann an den vier Tagen auch viel essen gewesen. Daher untenstehend ein paar Tipps für Malasaña. Übrigens alles gut machbar auch mit Kind. Gerade um den Plaza del Dos de Mayo gibt es viele Spielplätze.

La bicicleta café
(Plaza de San Ildefonso 9)
Hier haben wir sehr sehr lecker gefrühstückt. Es gibt ein Menü oder man bestellt á la carte. Das Brot mit den unterschiedlichen Aufstrichen (Avocado u. Frischkäse sind der Hit) ist superlecker. Zudem gibt es auch kleine Stühle, auf denen Kinder gut sitzen können.

Toma Café
(La Palma 49)
Auch sehr schön zum frühstücken, allerdings etwas beengter. Wir hatten zu sechst einen Tisch direkt in der Mitte des Cafés und es war manchmal etwas beschwerlich, zu essen. Aber für den Kleinen war der niedrige Tisch natürlich wieder super. Eher was für das schnelle Frühstück, da es in dem kleinen Laden auch sehr schnell voll und trubelig werden kann.

HANSOCAFÉ
(Calle del Pez 20)
Super leckere Pan tostados, z.B. in der Kombi mit Avocado und Ei. Mmmh, da bekomm ich jetzt schon wieder Hunger. Dazu ein hervorragender Kaffee, wie mir meine Mitreisenden berichteten (ich trinke ja keinen Kaffee). Ein weiteres, hippes Plätzchen zum Frühstücken. Wir sind in den Tagen in Madrid fast jeden Tag dort vorbeigegangen und es war jedes Mal sehr gut besucht.

Und sonst so in Madrid mit Kleinkind?

Das Fahren mit der Metro ist nicht immer ganz so easy. Viele Stationen sind nicht barrierefrei. Unseren Buggy mussten wir daher das ein oder andere Mal zusammenklappen und den Kleinen dann auf der Rolltreppe tragen. Wir sind daher die meiste Zeit zu Fuß gegangen und das geht in Madrid sehr gut. So enorm sind die Entfernungen nicht.

Der Parque de El Retiro ist super mit Kindern. Hier gibt es so viel Platz zum Laufen, Spielplätze, man kann Boot fahren, Eis essen. Absolute Empfehlung und wahrscheinlich sowieso bei jedem, der einen Madrid-Trip plant, ganz oben auf der Liste.

Fazit: Städtetrips mit Kindern? Auf jeden Fall! Wir haben alles gemacht, was wir auch ohne Kind gemacht hätten. Man muss nur schauen, dass man eben entsprechende Spielepausen einlegt oder Spielplätze ansteuert, wo sich die Kleinen austoben können. Einzig beim Abendessen haben wir es nicht so gehalten wie die Spanier, die ja vor 21 Uhr gar nicht essen. Das wäre dann doch etwas zu lang gewesen für unseren Kleinen. 😉 Aber selbst der Absacker zu später Stunde war noch drin – mit selig im Buggy schlafenden Kleinkind. 🙂

Bis bald
Eure Silvi

Bali mit Kleinkind (Teil 4)

Unsere letzten Tage auf Bali: Sanur

Nach herrlich entspannten Tagen auf Gili Meno sind wir von Lombok zurück nach Bali geflogen.

Touri-Foto galore 😉

Nach dem kürzesten Flug meines Lebens (32 Minuten) kamen wir entspannt wieder auf Bali an, wo wir für uns für die letzten drei Tage ein wenig Luxus gönnten im Segara Village Hotel in Sanur. Vor der anstrengenden Rückreise wollten wir es uns nochmal so richtig gut gehen lassen. Und es war so herrlich, dass wir am liebsten noch ein paar Tage länger geblieben wären. 😉

Das Hotel ist absolut empfehlenswert. Tolle Zimmer, tolles Personal, toller Service und ein super Angebot, vor allem für Kinder: Ein großer Spielbereich mit allerlei Spielsachen, Spielhäusern, ein Pool mit flacheren Abschnitten, wo die Kleinen super spielen können. Und natürlich direkte Strandnähe für Buddelspaß ohne Ende. Das Babyzustellbett auf dem Zimmer muss man bei solch einem Hotel wohl nicht extra erwähnen. 😉 Das Essen war zudem fantastisch – am Morgen gab es Pancakes in allen Variationen und viel frisches Obst und im Prinzip alles, was das Herz sonst noch so begehrt. Absolute Empfehlung!

Unsere Highlights in Sanur

Rückreise via Dubai nach Frankfurt

Bei der Rückreise hatten wir sechs Stunden Aufenthalt in Dubai – und das mitten in der Nacht. Dazu ein Kleinkind, das nicht wirklich schlafen wollte, ich dafür aber sehr wohl. Da war es gut, dass der KSC spielte und der Papa den Kleinen mitnahm auf seine Suche nach einem Fernseher, auf dem das Spiel evtl. laufen könnte. Die sechs Stunden zogen sich jedenfalls wie Kaugummi – aber wahrscheinlich auch deshalb, weil es eben die Rückreise und der Urlaub ja quasi vorbei war. 😉

Fazit: Bali-Urlaub mit Kleinkind? Jederzeit wieder!

Als Fernreiseziel ist Bali für Familien wirklich empfehlenswert. Genügend Gründe habt Ihr an der ein oder anderen Stelle hier ja vielleicht gelesen. Natürlich ist so ein Langstreckenflug nicht unbedingt ein entspanntes Reisen, wenn man keinen eigenen Platz für sein Kind hat und das Kind schon zu groß für die Babywannen ist. Aus diesem Grund würde ich – wenn man denn die Freiheit hat – den Termin für so eine Reise so legen, dass das Kind eben noch etwas kleiner ist oder man beißt in den sauren Apfel und kauft ein Ticket fürs Kind. Wenn man früh genug dran ist und die Flugpreise noch moderat sind, mag das eine Alternative sein. Generell ein Wort zu den Kosten: Vor Ort in Bali ist das meiste sehr sehr günstig. Man kann sehr gut essen für umgerechnet einige wenige Euro und selbst die Fahrten, Speedboats u. Schnorcheltouren sind günstig. Unterkünfte hatten wir alle vorgebucht – mit Kleinkind in der Hochsaison auf Bali wollte ich da kein Risiko eingehen. Unsere Unterkünfte waren Homestays und Hotels im mittleren Preissegment (bis auf das Segara Village). Geflogen sind wir mit Emirates via Dubai (gebucht direkt online bei Emirates). Wir waren mit einen knappen halben Jahr schon zu spät dran mit der Buchung. Wenn man weiß, in welchem Zeitraum man fliegen kann/will, würde ich asap buchen, am besten 9-12 Monate vorher. Um die Flugpreise im Blick zu halten, benutzen wir i.d.R. die Skyscanner-App und setzen einen Alert auf die jeweilige Flugstrecke.

So, das war jetzt umfangreicher, als gedacht. 🙂 Aber es war schön, das alles nochmal herunterzuschreiben und die drei Wochen nochmal nachzuempfinden. Es war ein wunderbarer Urlaub!

Bis bald
Eure Silvi

Bali mit Kleinkind (Teil 3)

Von Ubud ins Fischerdorf Amed

Um von Ubud nach Amed zu kommen, hatten wir online einen Fahrer gebucht. Unser Fahrer Ketut war ausgesprochen nett und hat uns vieles Wissenswertes zur Balinesischen Kultur, zum Essen und zu Land und Leuten erzählt. Auf dem Weg haben wir den Fledermaustempel Pura Goa Lawah besucht und den Wasserpalast Tirtagangga, letzterer ein sehr lohnenswerter Stop. Mit den Tempeln ist es ja immer so eine Sache – wir haben da ja eher das Prinzip „Kennste einen, kennste alle“ und beschränken uns auf ein oder zwei, die wir tatsächlich anschauen (ähnlich wie die unzähligen Buddha-Statuen in Thailand, da reichen mir auch einige wenige).

In Amed hatten wir eine tolle Unterkunft: Das Amed Beach Resort. Wir hatten ein super Zimmer im Erdgeschoss mit Blick auf den Pool und das Meer. Zudem hatten wir das Glück, dass mit uns einige Familien mit kleinen Kindern dort waren. Wir lernten zwei sehr nette Familien aus Berlin und Belgien kennen, mit denen wir dann auch einen Schnorchelausflug gemacht haben. Sehr praktisch, weil wir uns in der Kinderbetreuung abwechseln konnten und Marc und ich auch mal zu zweit Schnorcheln gehen konnten. War super! Amed hat uns generell echt gut gefallen. Eine total relaxte Atmosphäre und touristenmäßig nicht überlaufen.

Unsere Top-Aktivitäten in Amed

  • Schnorcheln gehen (geht fast überall direkt vom Strand aus, sehr praktisch)
  • Indonesisch essen in einem der zahlreichen Warungs des Ortes (z.B. Warung Ole)
  • Ausflug zum Wasserpalast nach Tirtagangga (wenn man den auf dem Weg nach Amed nicht schon mitgenommen hat)
  • Spaziergänge am Strand entlang (abends Taschenlampe mitnehmen!)

 

Von Amed mit dem Speed Boat auf die Gilis

Wir haben uns entschieden, noch ein paar Tage auf den Gilis, genauer gesagt auf Gili Meno zu verbringen. Mittlerweile gehen auch von Amed Schnellboote dorthin, allerdings fahren die meisten nicht direkt nach Gili Meno, sondern man muss in Gili Trawangan umsteigen. Diese Überfahrt und auch das Umsteigen waren für mich echt furchtbar und anstrengend. Ich hatte im Vorfeld schon viel Negatives über die Speed Boat Überfahrten gelesen, aber gehofft, dass es so schlimm schon nicht werden möge. Leider war es so. Nachdem wir in Amed abgelegt hatten, fiel direkt der Motor aus, der dann zum Glück schnell wieder repariert werden konnte. Und dann ging die wilde Fahrt los. Hannes musste sich direkt nach 10 Minuten übergeben, die Frau vor mir hat es gerade noch nach hinten an die Reling geschafft. Ich war ganz stolz, dass ich durchgehalten habe, aber ich war fix und fertig. Der Umstieg auf Gili Trawangan war dann soweit ok und wir sind nochmal mit einem anderen Speed Boat drei Minuten (!) nach Gili Meno gefahren. Ich war echt froh, als wir da ankamen. Die sensationellen Strände, das türkisblaue Meer und die Tatasache, dass ich für die Rück“fahrt“ Flüge ab Lombok gebucht hatte, sodass ich nicht nochmal in diese Speed Boats musste, trösteten dann ganz schnell über diesen Ritt hinweg. 😉

Gili Meno ist eine traumhafte kleine Insel, allerdings hatten wir sie uns sogar noch etwas „ruhiger“ vorgestellt. In den letzten zwei drei Jahren sind die neuen Unterkünfte wie Pilze aus dem Boden geschossen. Es geht zwar immer noch sehr viel ruhiger zu, als auf den Nachbarinseln, aber man kann sich vorstellen, wie es in einigen Jahren sein wird, wenn die Entwicklung so weiter geht. Trotzdem geht es auf Meno alles sehr gemächlich ab. Es gibt keine Autos, nur einige Pferdekutschen, die Straßen sind abends nicht mehr beleuchtet (Handy-Taschenlampe olé) und in den Tagen, in denen wir da waren, fiel einige Male der Strom auf der kompletten Insel aus. So kamen wir immerhin in den Genuss, den schönsten Sternenhimmel seit langem gesehen zu haben. Wenn um einen herum alles im Dunkeln liegt, hat das schon was. 🙂

Auf Meno haben wir dann einfach nur relaxt, gut gegessen, geschnorchelt (mit Meeresschildkröten!) und sind mit dem Fahrrad über die Insel gefahren.

Unsere Highlights auf Gili Meno

  • Schnorcheln mit Meeresschildkröten
  • Sehr lecker essen bei Pojok No Five Star (vorab reservieren – der sehr nette Besitzer kauft je nach vorbestelltem Gericht die Sachen am Tag selbst erst frisch ein!)
  • Mit dem Rad die Insel erkunden
  • Den Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel genießen mit Blick auf das trubelige Gili Trawangan

Bali mit Kleinkind (Teil 2)

Vom Surf- und Hipster-Hotspot Canggu nach Ubud

Eine Bekannte, die derzeit auf Bali lebt und arbeitet, hat uns Canggu als ersten Stop empfohlen und wir sind ihr sehr dankbar, denn Canggu war für uns der optimale Ort, um uns zu akklimatisieren. So ein herrlich entspanntes Fleckchen Erde, abseits der trubeligen und lauten Orte im Süden Balis. Wir hatten eine schöne Unterkunft: Das Ecosfera Hotel. Von hieraus sind es nur wenige Gehminuten zum Strand mit einigen relaxten Bars und Warungs und Sitzsäcken am Strand. Hier kann man es wirklich aushalten und den Surfern beim Wellenreiten zuschauen. Hannes hat direkt Bekanntschaft geschlossen mit ein paar einheimischen Kindern und durfte die Sandsachen mitbenutzen. <3

Unsere Top-Aktivitäten in Canggu

  • Sich eine Kokosnuss am Strand bestellen und in einem Sitzsack sitzend den Surfern beim Wellenreiten zuschauen
  • Für kleines Geld ein Bodyboard ausleihen und sich selbst in die Wellen stürzen
  • Barbecue mit frischem Fisch am Echo Beach (z.B. im Echo Beach Club oder den diversen benachbarten Restaurants)
  • Relax relax relax 🙂

Nach Canggu ging es für uns mit einem kurzen Abstecher zum Tempel Tanah Lot (war uns viel zu touristisch u. zu voll, aber hey, ein paar Tempel wollten wir ja auch sehen) weiter nach Ubud, dem kulturellen und spirituellen Zentrum Balis. Hier hatten wir ein Homestay gebucht und der Aufenthalt bei Akar und seiner Familie im Bale Bali Inn war toll. Ein Kleinod etwas außerhalb der trubeligen Innenstadt, aber trotzem fußläufig noch gut erreichbar. Wir haben uns dort sehr sehr wohl gefühlt. Hannes konnte mit den Enkelkindern des Gastgebers spielen, mit den Hunden herumtollen und im Pool planschen – es war herrlich.

Akar hat uns viele Tipps gegeben, was wir in Ubud unternehmen können. Direkt an unserem ersten Abend waren wir bei einem traditionellen balinesischen Tanz, einem sogenannten Ketchak-Tanz. Sehr beeindruckend und ein lohnenswertes Spektakel. Und Hannes ist sogar bis zum Ende wach geblieben – kein Wunder, da ging ja auch einiges. 😀

Kulinarisch ist Ubud ein Paradies. Wir haben so abwechslungsreich und lecker gegessen und auch für Hannes war immer etwas dabei. Sein Favorit: Tempeh (fermentierte Sojabohnen). Ein schöner Spaziergang durch die weitläufigen Reisfelder ist in Ubud auch eine schöne Unternehmung. Das war dann auch eines der wenigen Male, dass unsere Trage in Einsatz war. Also immerhin nicht ganz umsonst mitgenommen. 😉 Ein weiteres Highlight in Ubud war eine Down-Hill-Tour, die wir über Bali Eco Cycling gebucht hatten. War ein großer Spaß und hat uns tolle Einblicke in die balinesische Kultur und das traditionelle Leben abseits der Touristenzentrum ermöglicht.

Unsere Top-Aktivitäten in Ubud

  • einen traditionellen balinesischen Tanz anschauen
  • ein Besuch in einem Spa (wir waren u.a. im Kayma Spa, tolle Massage mit Blick auf die benachbarten Reisfelder)
  • eine Fahrradtour durch die Reisfelder und Dörfer am Fuße des Mount Batur
  • ein gemütlicher Spaziergang durch die Reisfelder
  • Essen gehen in der Jl. Gootama (z.B. Melting Wok, Warung biah biah und toro sushi)
  • Toll zum Frühstücken und mit Kinderspielecke (!): Das Bali Buda Café in der Jl. Jembawan

Bali mit Kleinkind

Ihr Lieben,

es ist eine Weile her, aber nun komme ich endlich mal dazu, unseren diesjährigen Sommerurlaub, der ziemlich genau zwei Monate zurückliegt, niederzuschreiben.

Bali mit Kleinkind

Wir wollten eine Fernreise machen und sind sehr schnell auf Bali als unser Wunschreiseziel gekommen. Warum? Zunächst mal aufgrund der vielen tollen Erzählungen von Familie und Freunden, die bereits auf Bali waren und aus dem Schwärmen gar nicht herauskamen. Und zum anderen haben wir nach einem Fernreiseziel gesucht, das unkompliziert mit einem Kleinkind zu bereisen ist. Zahlreiche Blogs, die ich im Vorfeld gelesen hatte, schrieben von den kinderfreundlichen Menschen auf Bali und dass man als Familie überall mehr als willkommen ist. Zudem hat Bali eine gute Infrastruktur und ist malariafrei – auch Punkte, die wir nicht ganz unwichtig fanden.

Ich hatte vorab ein paar Stationen herausgesucht, die wir in den drei Wochen bereisen wollten. Wir haben uns bewusst für einige wenige Stopps entschieden, damit wir nicht immer nur ein- und auspacken, wenn Hannes sich womöglich gerade am jeweiligen Ort akklimatisiert hat. Alles entspannt und etwas langsamer, als wir es als Alleinreisende gewohnt waren. 😉 Zu unserer Route später mehr. Zunächst stand der erste Langstreckenflug mit Kleinkind an.

Langstreckenflug mit Kleinkind

Wir haben für unseren Kleinen keinen eigenen Platz gebucht und uns im Vorfeld einfach auf das Schlimmste eingestellt, in der Hoffnung, dass es dann nur besser werden kann. War keine so schlechte Idee, denn es war tatsächlich alles halb so wild. Er hat die meiste Zeit ganz gut geschlafen – wir dafür weniger – und die restliche Zeit durfte er iPad gucken, Spiele spielen, Bordprogramm gucken – alles, was er wollte. Damit gingen die Flüge dann ganz gut rum (Frankfurt-Dubai, 6 Std. – Dubai-Denpasar, 9 Std.).

Ein paar Tipps in Sachen Langstreckenflug mit Kleinkind:

  • Sind die Kinder noch sehr klein, kann man im Vorfeld diese Babywannen buchen (super); Hannes war leider etwas zu groß für die Teile (nicht so super). So blieb uns nichts anderes übrig, als neidisch zu den Nachbarn zu schauen, die völlig relaxt ihr Kind ablegten u. dann selbst schliefen oder sich dem Bordprogramm widmeten. *schnief*
  • Die ersten Reihen (wo eben diese Babywannen vorne eingehängt werden können) sind in Bezug auf Beinfreiheit natürlich toll. Gar nicht toll sind sie allerdings, wenn man überlegt, wie man das Kind zum schlafen am besten über beide Sitze legen könnte – man kann die Armlehnen nämlich nicht hochklappen. Die sind fest, weil darin das Tablett verstaut ist, dass die anderen sonst an der Rückenlehne des Vordersitzes haben. Wenn Ihr also schon wisst, dass Euer Kind vermutlich auch zu groß für die Babywanne ist – bucht lieber eine andere Reihe. Wir hatten keinen wirklichen Vorteil.
  • Essen: Wir haben vorab eines der Spezial-Menüs gebucht (vegetarisch, laktosefrei…). Die bekommt man nämlich dann vor allen anderen serviert. Dann kann der eine erstmal in Ruhe essen, während sich der andere um das Kind kümmert. Haben wir sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug gemacht und hat sich echt bewährt.

Im Vorfeld hatte ich ein bißchen recherchiert, was denn gut fürs Handgepäck wäre an Spielsachen fürs Kind. Wir hatten ein Magnetspielbuch (Amazon Partnerlink) dabei (die meisten Magnete haben es auch wieder mit zurück nach Hause geschafft, yeah), dann ein Aqua Doodle Malbuch  (dito), ein normales Bilderbuch und natürlich das Lieblingskuscheltier. Von der Fluggesellschaft gab es dann meist auch noch Malsachen. Das hat absolut gereicht. Die meiste Zeit hat er eh Sendung mit der Maus geguckt auf dem iPad. Wir hatten einige Folgen vorher heruntergeladen – sehr empfehlenswert. Hat uns auch den gesamten Urlaub über immer mal wieder den Abend gerettet, wenn der Kleine mäkelig wurde, wir aber noch unser Essen in Ruhe zu Ende essen wollten. 😉

Babyequipment für Bali

Wir haben außer unserem Reisebuggy, der Trage (Bondolino) und einem aufblasbaren Aufschnallsitz (bestes Teil!) nichts weiter an Equipment mitgenommen. Ich bin seit Bali großer Fan von Babyequipment-Mietservices. Wir hatten über Bali Baby Hire ein Reisebett gebucht, das kostenfrei direkt zur Unterkunft gebracht und am Ende auch wieder abgeholt wurde. Alles sehr unkompliziert. Da muss man wirklich kein eigenes Reisebett mit rumschleppen (auch wenn es da ja ganz tolle, schicke u. leichte gibt wie das von Baby Björn ;)). Über einen weiteren Service – www.balibubs.com – hatte ich im Vorfeld den Airport-Transfer gebucht. Nach einer so langen Anreise wollte ich nicht mit Sack und Pack und Kind und Buggy durch die Ankunftshalle laufen, um nach einem Taxi Ausschau zu halten, das dann mit Sicherheit keinen Kindersitz im Auto hat. Unser Fahrer stand bei unserer Ankunft bereit und war sehr sehr hilfsbereit und freundlich und hat uns sicher zu unserem ersten Reiseort gebracht. Für die restlichen Fahrten auf der Insel haben wir keinen Kindersitz mehr gehabt. Wir haben immer Fahrer gebucht, die uns von den Unterkünften empfohlen wurden u. haben Hannes dann im Auto auf den Schoß genommen. Da wir meist eh nicht schneller als 60 kmh gefahren sind, ging das. Und die Strecken waren auch nie sehr lang.

Oh Porto!

Uns hat mal wieder die Reiselust gepackt und so buchten wir vor einigen Wochen einen Kurztrip nach Porto. Nach längerer Zeit mal wieder ab Karlsruhe/Baden-Baden mit Ryanair. Bisher habe ich mit Ryanair zwei Flugreisen gemacht (London u. Riga) und beide Male war es ok. Man weiß ja, was einen erwartet in Sachen Gepäckbestimmungen, Komfort etc.. In Porto hatten wir uns eine zentral gelegene Wohnung über Airbnb gebucht.

Ryanair-Flug mit Kleinkind

Diesmal sind wir mit Kleinkind unterwegs und die erste Erfahrung am Baden Airpark: Man wird mit Kind nicht anders behandelt als ohne Kind – weder beim Check-In, noch bei der Sicherheitskontrolle (das war in Porto übrigens anders, dazu später mehr) oder beim Boarding. Aber das nimmt man für einen Flugpreis, bei dem man fast ein schlechtes Gewissen bekommt, dass man für so wenig Geld fliegen kann (hallo, CO₂-Fußabdruck), schlichtweg in Kauf. Es ging aber alles ganz zügig, ohne große Wartezeiten. Einen Rucksack für den Kleinen (max. 5 kg) und den Buggy konnten wir kostenfrei mitnehmen. Dazu hatten wir noch jeweils einen Handgepäck-Koffer. Da der Flieger ausgebucht war, hatten wir die Möglichkeit die beiden Koffer kostenfrei aufzugeben. Das haben wir dann auch gemacht und waren ganz froh, auf der Treppe zum Flugzeug nur den Kleinen und den Rucksack tragen zu müssen. Zudem haben wir mit dem Einsteigen (bzw. mit dem in die Schlange zum Boarden stellen) sehr lange gewartet, damit der Kleine noch möglichst lang rumlaufen kann (er hat dann allerdings geschlafen) und gehörten zu den Letzten im Flugzeug. Da war in den Ablagefächern so gut wie kein Platz mehr. Spielesets oder Malstifte für Kinder, die man von anderen Airlines kennt, gibt es hier natürlich nicht. Aber meistens hat man ja eh selbst was dabei, von daher kein wirkliches Problem.

Ankunft Flughafen Porto

Porto erreichten wir dann fast pünktlich und bekamen beim Aussteigen unten an der Treppe auch direkt unseren Buggy wieder. Irgendwie haben wir auch gar nicht gemerkt, dass wir schon wieder die Letzten waren (dauert halt alles etwas länger, wenn man dem Kind noch die Treppe, das Flugzeug, die anderen Flugzeuge, das Gebäude, den Mond etc.pp. erklären darf ;-)). Jedenfalls waren unsere Koffer die beiden letzten auf dem bereits schon wieder zum Stillstand gekommenen Gepäckband. Aber hey, wenigstens mussten wir da nicht lang rumstehen und warten. Dann ging es in Richtung Metro. Am Automaten wählt man eine sogenannte Andante-Card. Das ist eine wiederaufladbare Karte und man bucht für seine Fahrt dann einfach die Anzahl Zonen drauf, die man fährt. In unserem Fall waren das bis ins Zentrum zur Haltestelle São Bento vier Zonen (Z4). Die Metro, mit der wir gefahren sind, hatte zwar schöne gr0ße Türen, innen aber keinen speziellen Platz für Kinderwägen. So standen wir dann ständig im Weg rum, wenn an den nächsten Haltestellen wieder Leute zustiegen. Wir haben aber ein paar (neuere?) Bahnen gesehen, die auch über Rollstuhl-/Kinderwagenplätze verfügen. Unsere Airbnb-Wohnung war ein Traum. Noch recht neu und super gut ausgestattet. Dass ein Babybett vorhanden ist, wussten wir im Vorfeld schon. Ein Kinderhochstuhl war dann auch noch da. Das war wirklich ein guter Griff! Der Ausblick war auch ganz gut. 😉

Ausblick auf die Altstadt von Porto

In Porto unterwegs mit Kleinkind

Starke Steigungen und unregelmäßiges Straßenpflaster – davon hatte ich im Vorfeld gelesen und mir schon den ein oder anderen Gedanken gemacht, ob das alles gut klappt mit unserem Reisebuggy. Daher hatten wir sicherheitshalber unsere Trage mitgenommen. Wäre aber nicht nötig gewesen, war alles gut machbar. Klar gab es manchmal Stufen zu überwinden, aber dann überwindet man sie eben. 🙂 Es war nie so, dass es uns genervt hätte. Da gab es Anderes. Wir waren dann doch echt überrascht, dass viele der Cafés und Restaurants so gar nicht auf die kleine Kundschaft eingestellt sind. Fast nirgends haben wir Kinderhochstühle gefunden. Zumindest nicht in den süßen kleinen Cafés, in die ich gerne gegangen wäre. Wir haben es einmal gewagt in der Chocolataria das Flores bei uns um die Ecke. Wurde dann verbucht unter „Wir haben es probiert und machen es nicht wieder“ – mit Kind auf dem Sch0ß isst es sich einfach nicht so relaxed. 😉 In Porto wäre unser Aufschnall-Sitz Gold wert gewesen – der lag nur leider zu Hause.

Ein paar Tipps für Shopping, Restaurants, Cafés in Porto

In Porto gibt es wirklich an fast jeder Ecke tolle Fotomotive. Da man ja meist einen Reiseführer dabei hat, beschränke ich mich jetzt weniger auf die Sightseeing-Sachen, als vielmehr auf eine kleine Auswahl der netten Läden, die wir entdeckt haben – und in denen wir uns auch mit Kind immer wohlgefühlt haben. 😉

 

Schokoladenliebe: Chocolataria Equador
Noch nie hab ich so schön verpackte Schokolade gesehen. Ein ganz toller Laden – nicht nur für Schokoholics. Es gibt z.B. auch sehr leckere Trüffel dort. Ein kleines Café ist auch noch dabei, sodass man die Köstlichkeiten direkt vor Ort genießen kann.

Adresse:
Rua das Flores 298
Porto



Stylische T-Shirts: Typographia
T-Shirts mit sehr schönen und teilweise außergewöhnlichen Prints. Wir konnten uns kaum entscheiden zwischen den ganzen Motiven. Definitiv mal reinschauen (auch wenn man wie ich nur seltenst T-Shirts trägt ^^).

Adresse:
Rua Sousa Viterbo 85
Porto

 

Nicht nur für Mitbringsel: take away Porto
Ein stylischer Laden mit allerlei Geschenkideen und Einrichtungssachen. Ganz toll fand ich die Schwalben aus Holz – eine überdimensional große hing über dem Eingang des Ladens. Und ein paar in der kleineren Version hängen jetzt auch bei mir zu Haus.

Adresse:
Palácio das Artes
Rua Ferreira Borges s/n
Porto

 

Für Weinliebhaber: Garrafeira do Carmo
Eine wahnsinnig tolle Weinhandlung entdeckten wir in der Nähe des Praça de Gomes Teixeira. Wie in so einen kleinen Laden so viele Flaschen Wein passen können ist schon erstaunlich. Der Besitzer war ausgesprochen nett und wohl etwas überrascht, dass wir einfach nur Rotwein bei ihm kaufen wollten und keinen Portwein, wie wohl die meisten Touristen, die in seinen Laden kommen. Jedenfalls bekamen wir eine tolle Beratung und das Angebot, man könne uns den Wein auch nach Deutschland liefern. 🙂


Adresse:

Rua do Carmo, 17-18
Porto

 

Schicker Laden für Babysachen in Foz: Babyboom Porto
Ein kleines Juwel im hübschen Foz mit wunderschönen Kindersachen. Tolle Labels, die ich bisher noch gar nicht kannte, u.a. Tocoto Vintage, ein Label von der Insel Formentera, mit wundervoll sanften Farben. Wer es schafft aus dem Laden herauszugehen, ohne etwas zu kaufen: Respekt!

Adresse:
Rua da Sra. da Luz 186
Porto (Foz)

 

Gartenidylle in Boavista: Casinha Boutique Café
Ein Geheimtipp ist dieses Café wohl schon lang nicht mehr – trotzdem ist es nicht überfüllt, weil es eben etwas abseits der gängigen Touri-Spots in Porto liegt. Wir sind nach Boavista gefahren, um uns das Museu Fundação Serralves anzuschauen und machten auf dem Weg dorthin einen Stop in dem Café. Und was soll ich sagen: Eine in weiß gehaltene Inneneinrichtung, ein hübscher Garten und so viele leckere, selbstgemachte Gerichte, dass man sich kaum entscheiden kann. Pflicht: Pastéis de Nata – ein Puddingtörtchen. Zum Dahinschmelzen!

Adresse:
Av. da Boavista 854
Porto (Boavista)

Fazit

Porto ist eine tolle Stadt und wir haben die Zeit dort sehr genossen – vor allem, weil das Wetter mitgespielt hat, was zu der Jahreszeit nicht unbedingt selbstverständlich ist. Man merkt zwar deutlich die Unterschiede zu einer Stadt wie beispielsweise Stockholm, die einfach viel mehr auf Familien und Kinder ausgerichtet ist. Aber mit ein bißchen gutem Willen ist das alles sehr gut machbar und wir haben in den vier Tagen alles gesehen, was wir sehen wollten.